Was macht man, wenn aktuell kein Urlaub in Sicht ist?
Was macht man, wenn man Postkarten mag, aber kaum noch jemand welche schreibt?
Diese beiden Fragen fanden zufällig eine gemeinsame Antwort als ich eine Kiste mit aussortierten Fotos aus dem Keller holte.
Die Älteren werden sich erinnern: Früher brachte man einen belichteten Film zum „abziehen“. Dabei war es wesentlich billiger, von jedem der meist 36 Fotos einfach einen Abzug machen zu lassen; als von einem Kontaktabzug später eine Auswahl zu treffen. Dementsprechend stellte sich eine unterschiedlich große Menge an Fotos als unbrauchbar heraus. – Diese warf ich nicht weg, sondern benutzte sie als Lesezeichen oder packte sie in eine Kiste.
Jetzt kommen die aussortierten Fotos mit neuer Bedeutung wieder ans Licht der Welt.
Mich tröstet es, dass ich Postkartengrüße in die Welt schicken kann, auch wenn ich nicht im Urlaub bin. Aber wie es immer so ist, die Idee Postkarten zu gestalten, verselbstständigt sich in alle Richtungen und die Bilder entwickeln ein Eigenleben.












